Monat: August 2017

VERSUS: Badenfahrt 2017

Nicht «Badefäsht», «Badeparty» oder sonstige Ausdrücke. Nein, es heisst «Badenfahrt» und das aus gutem Grund, denn wer im 19. Jahrhundert von der Badenfahrt sprach, meinte damit die Fahrt zur Kur in die Bäder von Baden. Die Fahrt zu den Bädern versprach viel mehr als nur eine körperliche Wohltat, sondern auch allerlei Lustbarkeiten für Herz und Geist. Seit dem Jahre 1923 befindet sich die Bäderstadt alle 10 Jahre in Festlaune und lässt alle Leute miteinander feiern. Aber jetzt genug vom geschichtlichen Teil 🙂

Vor genau einer Woche hat die langersehnte Badenfahrt endlich wieder angefangen – und mit mir an vorderster Front. Endlich konnte ich auch einmal einen Teil davon sein.

So viele Leute auf einem Haufen hatte ich selten gesehen. Aber trotz allem so friedlich. Jeder kann mit jedem etwas anfangen – egal ob gross oder klein, betrunken oder nüchtern. Und das ist auch das Motto der diesjährigen Badenfahrt: «VERSUS». Versus bedeutet nichts Anderes als gegensätzlich: Oben die laute und hektische Baustelle vs unten der idyllische Flussraum. Die moderne Industriestadt vs die verträumte Altstadt. Herrlich, was da für Generation aufeinandertreffen.

Zuerst einmal ist es für uns quasi «Pflicht» im Ocean Club vorbeizuschauen, weil die Leute, die da arbeiten, alles gute Freunde sind von uns. Und was die da auf die Beine gestellt haben: Respekt. Beim Ocean Club basiert übrigens alles auf Freiwilligenarbeit. Am Schluss wird es keinen Gewinn geben – und trotzdem gibt jeder immer Vollgas. Sehr geil.

Falls du mehr über den Ocean Club und das Team erfahren möchtest, schau vorbei: https://www.oceanclub.ch/

Die Bar neben dem Oceanclub – dessen Name ich vergessen habe (und nicht September in der Kiste heisst) – ist für Technoliebhaber eine Saugeile Disco. Am Samstag trafen wir dort 2 Freunde von mir. „Mayo, wo seid ihr?“ „Ja in der Bar September in der Ksite, kommt auch da hin.“ Verduzt schaute ich meinen Freund an, der auch keine Ahnung hatte, wovon sie sprach. Nun gut, anhand den Bildern, welche Sie geschickt hatte, konnten wir einigermassen einordnen, wo sie waren.

Als wir dann aber nach einiger Zeit den Club verliessen, hatten die Jungs hunger und holten sich einen eienen Hot Dog beim „Doggy-Style-Stand“. Die langen Würstchen sind dort einfach am besten 😛Da ich aber nicht in dem Gerummel stehen bleiben wollte, suchte ich mir ein ruhiges Plätzchen in der Nähe. Als ich auf meinem Handy den Instagram Feed checkte, stand plötzlich eine Polter-Crew neben mir. Der eine stellte sich als „Chris“ vor und erzählte voller Euphorie von der Badenfahrt und meinte „Kannst du bitte meinem Kumpel gratulieren? Der heiratet in 2 Wochen.“ Ohne zu zögern ging ich zu ihm hin und sprach meine Glückwünsche aus. Der hatte so Freude, dass er über das ganze Gesicht strahlte. Süss, oder? Nach einigen lustigen Gesprächen kamen die Jungs dann zurück und wir zogen weiter – natürlich ohne die Polter-Crew.

Gelandet waren wir dann auf einem kleinen Schiff mit „Upper-Deck“ – und in dem Gerammel von Menschen hatten wir dann Jase und Mayo wieder verloren. War ja klar^^ So zogen wir also alleine weiter und wollten mal der Menschenmenge entfliehen.

An der Limmat entlang in Richtung Au lassen die Menschenmengen meistens etwas nach. Ist auch einmal angenehm, nicht immer angerempelt zu werden.

Aber à propos anrempeln: die altbekannte Geschichte mit dem «Freunde finden beim «Putschiauto»» gilt dann immernoch J Auf dem Platz in der Au hat es Bahnen zur Genüge. Vom «Putschiauto» bis hin zur «ich-glaub-ich-kotz-gleich»-Bahn hat es relativ viel Auswahl. Also Sportsfreunde und Abenteuerlustige: Los geht’s.

#NurFallsDasJemandenInteressierenSollte: Das Karusell auf der Au, welches in zig Metern Höhe schwebt, wollte ich ausprobieren – fand dann aber kein „Opfer“ 😛 Naja, in 10 Jahren dann^^

Danke Baden, schön war’s. See you again in 10 years 🙂

Streetparade 2017 – Love Never Ends

Überfüllte Züge, übermässiger Alkoholkonsum und ausgefallene Kostüme. Ein Indiz dafür, dass wieder einmal mehr die Street Parade in Zürich in vollem Gange ist.

Für uns heisst es – wie jedes Jahr eigentlich: let’s go to the Utoquai. Da startet nämlich die Parade und so kann jeder die Love Mobiles von Anfang an betrachten.

Schon als wir ankommen hat es sehr viele Partypeople am Start. «Geile Stimmung und geile Mucke, was will man mehr!»

Das Opening an der diesjährigen Parade machte W&W – ein holländisches EDM-Duo. Man konnte gar nicht anders, als einfach zu tanzen und die Musik zu fühlen. Was die Beiden da geleistet haben, war grosse Klasse. Danke Willem und Wardt für die geile Mucke.

Mit der Zeit wurde die Stimmung aber immer besser. Woran das wohl lag? J Einige Leute spürten sich bereits um 3 Uhr nachmittags nicht mehr und bewegten sich ganz eigenartig – diejenigen waren aber immer ein Blickfang und wir amüsierten uns köstlich.

Neben uns hat sich plötzlich ein älteres Paar gestellt. Mit alt meine ich übrigens 50+ 😛 Das Outfit von denen: Absolut katastrophal. Aber hey, Hauptsache man sieht schön den Bauch und die Brüste. Ein Anblick, den ich gerne wieder verdrängen möchte, um ehrlich zu sein.

Als wir dann endlich genug vom Utoquai hatten, zogen wir weiter zur Opera Stage. Die Opera Stage ist die Main Stage am Bellevueplatz. Genau zur richtigen Zeit kamen wir an als Monika Kruse ein richtig heftiges Set an den Start legte. Meine Fresse war das geil. Anfangs dachte ich ein Mann legt auf – denn die heftigen Beats und Klänge waren der absolute Wahnsinn. Wusste nicht, dass das auch Frauen können *schmunzel*(bis ich von Moni eines Besseren belehrt wurde).

Hier ein Einblick in Ihre Tracklist, die Moni gespielt hat.

Nach Monika war Dubfire an der Reihe, gefolgt von Jamie Jones. Als Jamie Jones auflegte, gab es sogar noch eine coole Lasershow – wie jedes Jahr.

Vom Tanzen, oder eher Stampfen, und schreien hatte ich irgendwann keine Stimme mehr und konnte meine Beine kaum noch spüren. Zeit, um aufzubrechen!

Danke Zürich, es war wie immer ein mega Vergnügen. Bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heisst: Raver, raus auf die Strassen.

T-Highland 2017

Nach all dem Studiums- und Prüfungsstress musste ich mal weg. Weit weg, um genau zu sein. Ich, oder besser gesagt wir, entschieden uns für Thailand. Warum Thailand, fragst du dich? Die Leute, das Essen, die Natur. Wir lieben das Land kehren immer wieder gerne dahin zurück.

Direktflug oder mit Zwischenstopp in Doha? Keine Frage: Mit Zwischenstopp natürlich. Wer will schon 12h am Stück fliegen? Da schlafen einem ja die Beine ein. Nein danke!

Die ersten sechs Stunden vergingen wie im Flug – bisschen Filme schauen und Musik hören. Aber ab der zweiten Hälfte hatte ich echt zu kämpfen. Kaum auf die Uhr geschaut, vergingen gefühlte 5 Minuten. Wow, das kann ja heiter werden…

Endlich war wieder Land in Sicht – Phuket, um genau zu sein.
Kaum gelandet haben alle, die im Flieger sitzen immer den Drang, so schnell wie möglich aufzusteigen und blöd herumzustehen. Warum zum Teufel machen die das? Diese Menschen werde ich nie verstehen (das meine ich ernst).

Nun gut, endlich zum Flieger raus ging es durch die Passkontrolle – und wieder einmal mehr haben wir die falsche «Schlange» zum anstehen erwischt. Der Kerl an der Passkontrolle fand das irgendwie voll befriedigend, den Pass 10-mal hin und her zu wenden und dabei nichts zu sagen. «MACH MAL VORWÄRTS ARSCHLOCH», schrien meine Gedanken. Ich konnte mich aber souverän zurückhalten. Eigentlich fast ein Wunder, denn normalerweise klappt das bei mir nicht so gut –  also das mit dem Zurückhalten meine ich. Wahrscheinlich war ich viel zu Müde^^

Endlich freie Bahn, und der Heini an der Kontrolle war bei mir schnell durch. Und zum Glück auch bei meinem Freund. Jetzt konnten wir seelenruhig zur Gepäckausgabe watscheln und auf unser Gepäck warten.

Keine 10 Minuten später standen wir am Ausgang beim Flughafen und wurden von unserem Fahrer abgeholt, welcher uns an den Hafen fuhr, um auf die nächste Insel zu gelangen (Koh Yao Yai heisst die Insel übrigens). Ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Es war so wundervoll. Einfach mal seine Seele baumeln zu lassen, keinen Alltagsstress zu haben und in den Tag hinein zu leben und jedes Ergebnis zu nehmen, wie es halt gerade kommt. Einfach herrlich.

Im Hotel haben wir uns sehr schnell zurechtgefunden. Naja, eigentlich auch nicht schwierig, denn überall auf dem Gelände hatte es Fahrzeuge, welche dich immer zu deinem Hotelzimmer fuhren. Was für ein Service!

Da wir uns diesmal keine grossen Überlegungen machten, möglichst viel zu unternehmen, lebten wir mehr oder weniger in den Tag hinein und wenn uns danach war, mieteten wir auch mal einen Roller und cruisten auf der Insel herum. Die Wertvollsten Tipps, was man auf der Insel anschauen kann, bekamen wir von Pete. Pete ist ein Restaurant Besitzer in der Nähe des Hotels und wir freundeten uns mit ihm und seiner Familie schnell an. Der Kerl ist Goldwert. Einer, der sein Handwerk wirklich versteht und auf alle Kundenwünsche eingeht. Ein richtiger Goldschatz.

Kaum hatten wir uns an die Umgebung, das Wetter und an das Essen gewöhnt, mussten wir auch schon wieder unsere Koffer packen und zurück in die Schweiz fliegen. Klar wären wir gerne noch länger geblieben, aber soll bekanntlich dann «aufhören», wenn es am schönsten ist.

We must take adventures in order to know where we truly belong!