Monat: Juli 2016

Java-Bali-Explore – Rundreise 2016

Selamat datang! Welcome to Indonesia!

Umherreisen und verschiedene Kulturen kennen lernen. Unter diesem Motto begannen wir unsere Rundreise in Java. Unten findet ihr die Routenbeschreibung. Viel Spass beim lesen!

Yogyakarta – Magelang

Ankunft in Yogyakarta und Fahrt nach Magelang. Das einfache Leben auf dem Lande lernen Sie bei einem Dorfbesuch kennen.

Borobudur –  Dieng Plateau

Ein kultureller Höhepunkt: der weltberühmte Borobudur, die grösste buddhistische Tempelanlage der Welt. Bei Sonnenaufgang erleben Sie dieses imposante Bauwerk von seiner schönsten Seite. Der Vulkan Merapi im Hintergrund sorgt für eine märchenhafte Kulisse. Entlang von Tee- und Tabakplantagen gelangen Sie zur dramatischen Bergszenerie des Dieng Plateau, dem «Thron der Götter». Hier sind Sie den vulkanischen Kräften ganz nah.

Magelang –  Yogyakarta

Der Prambanan Tempel ist das grösste hinduistische Heiligtum Indonesiens und Weltkulturerbe. Nehmen Sie sich Zeit, das in Stein gehauene Epos des Ramayana in seiner ganzen Dramatik zu studieren. Sultanspalast, Handwerksbetriebe und eine Fahrrad-Rikscha Tour durch die Altstadt sind Teil der heutigen Entdeckungen in der kulturellen Hauptstadt Javas.

Yogyakarta – Mt. Bromo

Am Morgen fahren Sie mit dem Zug nach Mojokerto, wo Ihr Fahrer wartet. Die schöne Landschaft entschädigt für die lange Reise Richtung Osten. Eindrücklich ist die Region des Vulkans Bromo.

Mt. Bromo – Nordbali

Abenteuerliche Fahrt zum Mount Penanjakan, wo Sie bei gutem Wetter ein spektakulärer Sonnenaufgang erwartet. Ein Höhepunkt ist der Aufstieg zum rauchenden Krater des Mt. Bromo. Fahrt an die Küste, wo Sie mit der Fähre die Meeresenge zwischen Java und Bali überqueren.

Nordbali

Zauberhafter Ausflug in die Korallengärten der Insel Menjangan, welche zum Barat Nationalpark gehört. Erkunden Sie mit Schnorchel und Maske dieses Paradies.

Nordbali – Ubud

Der Weg führt nach Kintamani auf dem Kamm, der Nord- und Südbali trennt und eine atemberaubende Sicht auf den Vulkan Batur und dessen Kratersee bietet. Durch Dörfer und sattgrüne Reisfelder gelangen Sie zum wichtigsten Heiligtum Balis, dem Muttertempel Besakih. Ziel ist das kulturelle Zentrum der Insel, Ubud.

Ubud

Bei einer Wanderung durch die Reisfelder, vorbei an Weilern und Schluchten, erleben Sie die natürliche Schönheit dieser Region. Nutzen Sie den Nachmittag für eigene Entdeckungen in den vielen Kunstgalerien und Boutiquen Ubuds.

Ubud – Südbali

Die Fahrt an die Südküste führt durch Dörfer, in denen traditionelles Kunsthandwerk noch gepflegt wird. In Jatiluwih zeigt sich die Pracht der Reisterrassen. Krönender Abschluss bildet der Besuch des wohl meist fotografierten Meerestempel Tanah Lot.

InterContinental Bali Resort *****

Nach der gelungenen und anstrengenden Rundreise waren wir froh, dass wir noch einige Tage am Strand verbringen konnten. Obwohl das Hotel riesig war, hatten wie nie das Gefühl, dass es überlaufen ist. Der Strand war ebenfalls sehr schön und an die Ebbe und Flut gewöhnte man sich relativ rasch.

Roses are red, Bintangs are green. Bali, you beauty, you’re the best place I’ve been.

Singapur – ein Ausflug ins Grüne

Kennst du eine Stadt im Ausland, die mit mehr Grünfläche «ausgestattet» ist als die Schweiz? Nicht? Ich schon. Die futuristisch blühenden Grünanlagen in Singapur, sowie die 50 Meter hohen Bäume aus Stahl – sogenannte Mammutbäume – prägen das Stadtbild des flächenmässig kleinsten Staats Südostasiens. Einfach «amazing» würden die Engländer jetzt sagen, und sie haben Recht. Denn Singapur gehört zweifelsohne zu den Städten der Superlativen. Es ist einfach angenehm hier. Alle Menschen werden gleich behandelt, niemand wird blöd angeglotzt und niemand will uns etwas auf der Strasse verkaufen. Es ist mehr als nur herrlich!

Meister Proper fühlt sich wohl hier!

Apropos herrlich: Singapur ist ein sogenanntes «Science-Fiction-Paradies» für Ökofreunde. 18 Riesen in mitten der «Gardens by the Bay». Die Stahlbäume erstrahlen in der Nacht in grünem, blauem und violettem Licht. Die Bäume erfüllen, nebst dem ästhetischen, auch einen ökologischen Zweck, denn elf der 18 Stahlbäume sind mit Photovoltaikanlagen ausgestattet – und sammeln fleissig Sonnenenergie.

Gleichzeitig fungieren die Bäume als Belüftungsschächte für die zwei grossen Gewächshäuser des Gartens. Die Nachhaltigkeit ist für Singapur ein zentrales Anliegen. «Ein wenig Grün» scheint deshalb eine gute Idee zu sein, denn eine Gartenstadt in eine Stadt im Garten umzuwandeln kommt nicht von irgendwo her: In den 1960er Jahre, nach der Unabhängigkeit des kleinen Inselstaates, war es die Vision vom ehemaligen Ministerpräsidenten Lee Kuan Yew, eine Stadt im «Dschungel» zu bauen.

Stadtarchitektur und wilde Natur finden seither zusammen. Aus nächster Nähe lassen sich Gänseblümchen, Olivenhaine und Affenbrotbäume bestaunen.

So viel Grün auf einem Haufen habe ich selten gesehen – vor allem hier beim «Gardens by the Bay». Der riesen-Garten ist ein Prestigeobjekt von der Stadt und die «Singapurer» pflegen ihn mit sehr viel Liebe, denn in jedem Ecken sind Gärtner anzutreffen. Ihre Aufgabe ist die Pflege des Landschaftsbildes, welches einem beim Anblick sofort Freude ins Gesicht zaubert.

Ebenfalls kurven im Park verschiedene «Golfer-Cars» herum – natürlich gefahren von Singapurern – und sorgen für eine perfekt gereinigte Anlage. Das blitzsaubere Erscheinungsbild ist aber kein Zufall, denn Singapur verfolgt seit Jahren eine konsequente Politik in Sachen Stadtreinigung.

Und das merke ich relativ schnell, denn nirgends ist auch nur ein Stück Abfall auf dem Boden zu finden. Ich bin wirklich überwältigt von der Sauberkeit– und das gibt es bei mir nicht oft. Willst du etwas wegwerfen? Dann benutze lieber die Mülleimer, die überall herumstehen. Dies ist auch für die Brieftasche ökonomischer, denn es gibt saftige Geldbussen für Verstösse gegen die Abfallentsorgungsregeln von Singapur. Auch andere für uns noch so kleine Gesetzeswidrigkeiten können, in diesem doch etwas pingeligem Land, schnell zu einem kleinen finanziellen Desaster werden. Einmal kurz über die Strasse huschen? Lieber nicht. Denn für diesen Gesetzesverstoss gibt es eine Rechnung von bis zu 2000 CHF. Da würde ich lieber den Zebrastreifen benutzen. Auch das kauen von Kaugummis ist in ganz Singapur auf öffentlichem Raum verboten. Da dies schwer zu kontrollieren ist hat das Land beschlossen, nur noch für therapeutische Zwecke Kaugummis zu verkaufen.

Übrigens: In der Untergrund-Metro ist das Essen und Trinken ebenfalls strikte verboten. Ein Sicherheitsmitarbeiter hat mich einmal höflich darauf aufmerksam gemacht, dass hier weder getrunken noch gegessen werden darf. Ich würde mal sagen: Touristenbonus +1.

Touristen, überall Touristen

Jaja, die guten Touristen. Egal ob in den Metros, Einkaufshäusern oder Bars. Sie sind einfach überall anzutreffen. Das ist aber völlig normal, denn der Stadtstaat zählt, mit mehr als 11 unglaublichen Millionen ausländischen Touristen im Jahr, zu den zehn meistbesuchten Städten der Welt. Singapur vereint verschiedene Völker Asiens sowie den Einfluss westlicher Länder wie kein zweiter Ort auf Erden.

In jedem Land, das ich bisher besuchte, war mir nach der Ankunft ein wenig mulmig zu mute. Jeder kennt es. So weit weg von Zuhause, so viel neue Gesichter, fremde Sprachen und unbekannte Traditionen und Gebräuche. Da bin ich schnell ein bisschen eingeschüchtert. In Singapur ist alles ganz anders. Schon die grosse Ankunftshalle am Flughafen mit den vielen Pflanzen laden zum Verweilen ein. Dieser erste Eindruck ist für mich sehr wichtig.

Und das wundervolle ist, dass sich dieser Eindruck durch ganz Singapur zieht. Ja, sogar in den hochfrequentierten Universal Studios ist dies nichts anders.

Universal Studios Singapur

Der 20 Hektaren grosse «Universal Studios Spielplatz» befindet sich auf der Insel Sentosa, die man lustigerweise nur per Boot oder durch die hauseigene Seilbahn erreichen kann. Ein sehr witziger Einfall, den ich als Schweizer jedoch nicht richtig verstehen kann. Ich meine, wenn ich eine Seilbahn sehe, dann muss diese definitiv auf einen verschneiten Berg hinaufführen und nicht auf eine kleine Insel auf der eine Temperatur von 30 Grad herrscht. Aber ein bekanntes Sprichwort sagt ja: Andere Länder, andere Sitten. Ich packe also mein verletztes Seilbahnego in die Tasche zurück und mache mich via Seilbahn auf zur Insel Sentosa.

Die Universal Studios sind am Ende der Insel anzutreffen – und kaum zu verfehlen. Vor dem Eingang befindet sich der bekannte sich drehende Globus. Ein Foto von diesem beliebten Objekt zu schiessen, ohne andere Menschen mit zu verewigen? Keine Chance. Naja, immerhin habe ich es versucht. Gut für mein Gewissen, wenn ihr versteht, was ich meine.

Ich lasse mich also von der Touristenmasse ins Studio tragen. Innen angekommen steigt mir zu aller erst der Duft von frisch gemachten Churros entgegen. Ich weiss, dies ist nicht gerade eine Spezialität des Landes, aber ich liebe diesen spanischen Nachtisch einfach und kann schlecht wiederstehen.

Frisch gestärkt und mit einem wahrscheinlich um 3 mal höheren Risiko an Diabetes zu erkranken, mache ich mich auf den Weg diesen grossen Spielpatz für jung und alt zu erkunden. Als erstes zieht es mich in die gerade erst neu gebaute Transformers Achterbahn.

Die Fahrt ist atemberaubend und sucht in der Schweiz oder gar in Europa seinesgleichen. Das Erlebnis in der Achterbahn ist 4-Dimensional und, wie es von den asiatischen Technikexperten zu erwarten ist, sehr detailverliebt umgesetzt.

Die Atmosphäre in so einem dicht besuchten Park ist grossartig. Diese positive Einstellung der Einheimischen überträgt sich auf jeden Besucher. Dies liegt insbesondere an der hohen Wertschätzung, die der Staat jedem Singapurer entgegenbringt, denke ich.

Grün, grüner, Singapur

Die Einheimischen geniessen eine besondere Bevorzugung und leben in extra dafür gebauten Vierteln, in welchen sie zu um weiten besseren Konditionen leben können als zugewanderte Personen. Auch hier gilt: Grün ist Kult. Soweit das Auge reicht, sehe ich nur Pflanzen und frisch geschnittene Wiesen, auf denen kleine Singapurer herumtollen. Was für ein bezaubernder Anblick. Sie fühlen sich hier wohl, und ich tue es ihnen gleich.